Fränkische Küche

Franken ist bekannt für seine gute Küche – daher der Ausspruch „Essen wie Gott in Franken“.

fraenkisch_essen_grossEine Spezialität ist das sogenannte “Schäuferla” – ein Schweinebraten, bei dem die Schulter mit Knochen und Schwarte – entweder gebraten mit Klößen oder in Sauerkraut gekocht – serviert wird.
Falls Sie Ihren Urlaub bei uns in Franken nicht erwarten können, oder sich einfach gut vorbereiten wollen, hier das Rezept für vier Personen (für weniger lohnt sich der Aufwand nicht):

 

 

 

1,5 kg Schäuferla (Schweinefleisch von der Schulter mit Knochen und Schwarte – letztere am besten gleich vom Metzger rautenförmig einschneiden lassen)
Salz und Pfeffer
1 TL Kümmel ganz
1 EL Butterschmalz
1 große Zwiebel
1 große Karotte
eine halbe Stange Lauch
etwas Bier (je dunkler, desto besser)

Den Braten gut mit Salz und Pfeffer einreiben, und sich am Besten noch mal vergewissern dass die Schwarte wirklich eingeschnitten ist. Sonst kann sie nicht mitgegessen werden.
Das Butterschmalz in einem großen Schmortopf erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Das Gemüse grob zerkleinern und kurz mit anschwitzen. Etwas Wasser oder Suppenbrühe aufgießen und den Topf auf die untere Schiene des auf 200° C vorgeheizten Backofens setzen. Der Braten sollte dabei mit der Schwarte nach oben liegen. Unter gelegentlichem Begießen mit Bratensaft in ein bis zwei Stunden gut durchbraten, falls nötig noch Wasser oder Brühe nachgießen. Dann mehrmals mit Bier bepinseln, dann wird die Schwarte schön knusprig.
Zum Schluss den Schmortopf aus dem Backofen nehmen, den Braten aus dem Topf nehmen und etwas durchziehen lassen. In der Zwischenzeit den Bratensaft aufkochen, bei Bedarf mit Wasser oder Brühe verdünnen und das Gemüse pürieren. Dadurch wird die Soße etwas angedickt, da original fränkische Soßen nicht gebunden werden.

Schonender gart man den Braten bei 120° bis 160°C in drei bis vier Stunden, dann wird er sehr zart. Aber man muss halt früher aufstehen, damit er trotzdem rechtzeitig fertig ist. Dafür hat man mehr Zeit, um die Klöße und den Salat vorzubereiten –
beides gehört unbedingt dazu!

Wir wünschen unseren Gästen einen guten Appetit!