Fränkisches Wörterbuch

Wo die Hasn Hosn und die Hosn Huusn haasn (wo die Hasen Hosen und die Hosen Huusn heißen)

Das Wichtigste vorneweg: Grundsätzlich kennt der Franke „P“, „K“ oder „T“ nur in geschriebener Form, und manchmal auch das nicht. Eine Verwechslung von „B“ und „P“ bzw. von „T“ und „D“ gilt nicht als Schreibfehler! Beim Diktieren spricht man gern von einem „harden B“ oder „harden D“ um sich verständlich zu machen.

Einige Ausdrücke fränkischer Mundart:

Seidla (plural: Seidli): allgemein Bier; vor allem der halbe Liter in der Flasche.Beispiel für eine Bestellung im Gasthaus:“Wärdd, a Seidla!“

Gräichla: Krüglein; Trinkgefäß für den halben Liter Bier, vor allem aus Steingut, nicht aus Glas

Bräih: Brühe; in Zusammenhang mit Bier eher ein Produkt von sehr schlechter Qualität; manchmal auch schlicht zu warm.
Beispiel: „Leggmiamoarsch, is des a Bräih!“

Seier: Schwips; Zustand nach mäßigem Bierkonsum, der Biertrinker hat meist ein zufriedenes Lächeln im Gesicht.
In der Küche kann Seier aber auch Sieb bedeuten!

Breller: Preller; hier wurde mit einem „Seier im Gsichd“ weiter Bier getrunken. Sprechen und Geradeauslaufen fällt schon schwer,
aber noch kein richtiger Rausch.

Schbruudz: Spritzer; wird in Franken oft nur als letztes Bier vor dem Bezahlen ausgeschenkt, nachdem mindestens ein Seidla konsumiert wurde.
Wird dann auch ins benutzte Glas gegossen und in der Regel als halbes Seidla berechnet.
Bei Stammgästen kann der Schbruudz auch schon mal kostenlos sein.

Bierschießla: Bierfurz; außergewöhnlich unangenehm riechende Erinnerung an Biergenuss am Vorabend;
betrifft angeblich eher Männer als Frauen.

Wird fortgesetzt!